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Internet of Things bei Schnellecke

In einem Pilotprojekt werden Behälter mit Sendern ausgerüstet und sind so jederzeit lokalisierbar.

Mit der Inbetriebnahme des ersten Internet-of-Things (IoT)-Piloten ist Schnellecke im Rahmen der Digitalisierung der Logistikprozesse in nur drei Monaten Projektlaufzeit ein wichtiger strategischer Schritt gelungen. Damit ist es möglich, die Behälterstandorte bei einem Kundenprojekt genau zu ermitteln und somit die Transporte zu optimieren.

Die Behälter sind mit smarten Sendern, sogenannten Beacons, ausgestattet, die in kurzen Intervallen ihren Aufenthaltsort übertragen. So können die JIS-Behälter kontinuierlich auf ihrem Weg von der Kommissionierung bis zur Montage des Kunden verfolgt werden.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Situationen, in denen dem Kunden die Behälter ausgingen und er bei Schnellecke neue anforderte. Das führte zu einer zeitintensiven Suche nach den möglichen Standorten ungenutzter Behälter auf dem Kundenareal. Eine Behälterumlaufplanung in Echtzeit war auf diese Weise nicht möglich.

Das ist nun Geschichte. Die an den Behältern angebrachten Beacons senden ihre Standortinformationen an IPS (Indoor-Positioning-System) Gateways, die entlang des Weges der Behälter positioniert sind. Alle Bewegungen werden online übertragen, in Echtzeit ausgewertet und anschließend an die SAP Cloud Plattform von Schnellecke gesendet. Dort werden sie gespeichert und aufbereitet. Dabei ist nicht die exakte (GPS-)Position relevant, sondern vielmehr der Aufenthalt in einer vorher definierten Zone, in der sich die Behälter an- oder abmelden.

Dazu wurde das Gelände bei Schnellecke und beim Kunden in fünf Zonen unterteilt:

  • Zone I umfasst den Warenausgang, die Kommissionierungszone und den Leergutplatz der Ware bei Schnellecke.
  • Zone II ist die Halle der Anlieferung beim Kunden inklusive der Vorstauflächen.
  • Zone III besteht aus dem Bereich der Vorbereitung der Ware, die in drei Module mit Stell- und Vorstauflächen aufgeteilt ist.
  • Zone IV umfasst die Produktion der Einheiten, ebenfalls mit drei Modulen und entsprechenden Stell- und Vorstauflächen.
  • Virtuelle Zone Transport: Eine Zone für den Transport zwischen Schnellecke und dem Kunden; die aktuell noch automatisch durch das System berechnet wird, in Zukunft aber aktiv die Behälter auf dem gesamten Transportweg verfolgt.

Die Auftragsdaten werden aus dem Schnellecke-JIT-System an die Cloud übermittelt und mit den vorliegenden Behälterstandorten verknüpft. Somit kann in Echtzeit verfolgt werden, wie der Bearbeitungsstand der Aufträge und Behälter fortschreitet – nicht nur von Schnellecke, sondern auch vom Kunden, der das System ebenfalls nutzt.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Neben der aufwändigen Suche nach Behältern entfällt auch die manuelle Registrierung am Wareneingang durch die Fahrer. Es existiert jederzeit ein Überblick über die Standorte der Behälter beim Kunden, der zudem auf diese Weise besser auf absehbare Engpässe reagieren kann.

Dr. Abaid Goda, Senior Manager IT Schnellecke Logistics

„Dieses Projekt legt einen Grundbaustein für unser strategisches Ziel der Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse, indem wir Bewegungen digital nachvollziehen können“, betont Dr. Abaid Goda, der bei Schnellecke die Corporate IT-Operation leitet. „Mit den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich bestehende Prozesse neugestalten und optimieren. Die Lösung mit den Beacons ist beispielsweise überall und schnell einsetzbar und benötigt keine feste Infrastruktur.“

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