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Augmented Reality: Kommissionieren und Sequenzieren mit Google Glass

Seit drei Jahren in der Praxis im Einsatz

Google Glass ist der Markenname eines am Kopf getragenen Miniaturcomputers mit optischem Display in Form eines Brillengestells. Neben der Anzeige von Informationen auf dem Display können Daten aus dem Internet bezogen werden. „Glass at work“ nennt sich das Programm, in dem eine Hand voll ausgewählter Google-Partner Augmented Reality für ihre alltäglichen Arbeitsprozesse nutzbar macht und weiterentwickelt.

Bei Schnellecke wird Google Glass eingesetzt, um Kommissionier- bzw. Sequenzierprozesse sowie die Modulmontage zu unterstützen. Seit 2015 nutzt Schnellecke die Datenbrille, zunächst testweise in Wolfsburg, inzwischen auch an zahlreichen weiteren Standorten in aller Welt. Die Werker, die mit Google Glass arbeiten, erhalten schrittweise die relevanten Arbeitsanweisungen direkt im Blickfeld eingeblendet. Durch freie Hände und flexible Abläufe wird der Prozess deutlich beschleunigt und die Fehlerquote gesenkt.

Ein Beispiel sind Kommissionier- und Montageprozesse von Fahrzeughimmeln für den VW Touran und VW Tiguan. Dabei handelt es sich um insgesamt vier Prozesse, von der Vorkommissionierung der Anbauteile bis zur Ablage des fertig montierten Formhimmels im Sequenzgestell, das dann punktgenau bei Volkswagen ans Band geliefert wird.

Ein Mitarbeiter mit Google Glass bereitet die Rohhimmel für die Montage vor. Die Datenbrille, die der Mitarbeiter trägt, unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von einer herkömmlichen Brille. Beobachtet man ihn jedoch einige Zeit, dann merkt man, dass er immer wieder mal mit dem Finger gegen den rechten Brillenbügel pocht. Durch solche Klopfzeichen lassen sich Menüpunkte auswählen oder Auswahlen bestätigen.

Alle erforderlichen Anbauteile werden in der Vorkommissionierung von weiteren Mitarbeitenden in sogenannten Car Sets oder auch Warenkörben zusammengetragen. Google Glass zeigt ihnen, wo welche Teile entnommen werden müssen und in welche Körbe sie zu legen sind. Das geht schneller als früher, denn jetzt sind beide Hände frei, um zu picken.

An den Montagetischen werden die Rohhimmel mit weiteren einzelnen Elementen zusammengebaut. Die fertig zusammengebauten Formhimmel werden dann in die vorgesehenen Positionen innerhalb der bereitgestellten Sequenzgestelle eingehängt.

Bei allen Stufen dieses Prozesses setzt Schnellecke inzwischen Google Glass ein und hat damit die Fehlerquote weiter gegen null gebracht. Im Hintergrund fließen alle Daten im Schnellecke JIT-System (SJS) zusammen, eine Eigenentwicklung, die der Steuerung von Prozessen der Just in time-Fertigung und -Kommissionierung dient. Eine der Stärken der Software sind ihre flexiblen Schnittstellen, mit denen sie an jedes andere Subsystem andocken und es steuern kann, in diesem Fall die Google Glass Applikation.

Drei Monate haben die Schnellecke Programmierer und der Business Partner Ubimax dafür benötigt, die Software für diese vier Workflows zu schreiben. Drei weitere Monate dauerte die Einführungsphase. „In dieser Prozesstiefe hat bislang noch niemand eine Google Glass-Anwendung umgesetzt“, betont Dr. Abaid Goda, der bei Schnellecke die Corporate IT-Operation leitet. Inzwischen ist Augmented Reality auch an einer Reihe weiterer Standorte von Schnellecke weltweit im Einsatz.

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